
Autorenlesung
In "Abschied von Sidonie" erzählt Erich Hackl die Geschichte von Sidonie Adlersburg, die 1933 als Säugling in eine Pflegefamilie im oberösterreichischen Steyr kommt. Mit dem Einmarsch der Wehrmacht in Österreich im Jahr 1938 beginnt die systematische Verfolgung der Sinti und Roma. In eindringlichen, präzisen Worten schildert Hackl Sidonies Schicksal: ihr kurzes, behütetes Glück bei den Pflegeeltern ebenso wie deren verzweifelte, letztlich erfolglose Versuche, das Kind vor dem Zugriff der Nationalsozialisten zu bewahren. Hackls Erzählung weist zahlreiche Parallelen zur Lebensgeschichte von Mariechen Franz auf, deren Schicksal derzeit in einer Sonderausstellung im Kreismuseum Syke thematisiert wird. Beide Mädchen wurden als Säuglinge vom Jugendamt in Pflegefamilien der Mehrheitsgesellschaft gegeben und später als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung von Sinti und Roma nach Auschwitz-Birkenau deportiert.
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