Let’s Talk Music: Zeit erleben – Klang verstehen. Wie Musik Zeit hörbar macht
Foto: Andreas Caspari

Let’s Talk Music: Zeit erleben – Klang verstehen. Wie Musik Zeit hörbar macht

Let’s Talk Music: Zeit erleben – Klang verstehen. Wie Musik Zeit hörbar macht

Gesprächskonzert mit Claudia Janet Birkholz am Klavier, zu Gast ist Matti Wiemers, stellvertretender Leiter des Bremer Olbers-Planetariums

Was verbindet Sterne, Galaxien und klingende Töne – und wie lässt sich das Unendliche hörbar machen? Der Astronom Antonin Becvar, Gründer des Observatoriums von Skalnaté Pleso in der Hohen Tatra, schuf in den 1950er- und 1960er-Jahren monumentale Sternatlanten, die Generationen von Forschenden inspirierten – und auch Künstler. Der amerikanische Komponist John Cage nutzte Becvars Karten als Grundlage für seine Klavierwerke "Etudes Australes" (1974–75) und "Etudes Boreales" (1978): Musik, die buchstäblich nach den Sternen greift. Bei diesem Gesprächskonzert werden Auszüge aus diesen faszinierenden Stücken live zu hören sein – im Dialog mit atemberaubenden Himmelsaufnahmen aus den Atlanten Atlas Borealis und Atlas Australis. Dabei wird auch der Weltraum tatsächlich zu hören sein, denn die NASA hat Daten des Hubble-Teleskops in Klang – in sogenannte Sonifikationen – umgewandelt. Diese Klänge aus dem All werden zum Konzert zu hören sein und mit der Kompositionsweise von John Cage in Beziehung treten. Matti Wiemers, stellvertretender Direktor des Bremer Olbers-Planetariums, führt durch die Geheimnisse des nächtlichen Firmaments, erzählt von Sternhaufen, Supernovae und der Faszination des Unendlichen – und eröffnet so neue Perspektiven auf das Hören und Sehen. Dazu werden am Flügel Werke erklingen, in denen der Nachthimmel, Licht und Dunkel, Ferne und Nähe musikalisch erfahrbar werden, von Olivier Messiaen, Toru Takemitsu, Béla Bartók und George Crumb.

26. Feb.18:00 Uhr

Weserburg – Museum für moderne KunstTeerhof 20, 28199 Bremen

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